Schreibtipp Nummer 2 - Entspannung innerhalb von wenigen Minuten
Gedanken zu Papier bringen statt zu Kritzeln und kurze Pausen kreativ nutzen
Viele Menschen tendieren dazu, während eines Telefonats oder in einer kurzen Pause mit einem Stift verschiedene Arten von Zeichnungen auf Papier zu verewigen. Besonders kunstvoll können Doodles aussehen. Im Gegensatz zu Worten haben Zeichnungen oder Kritzeleien den Vorteil, dass sie irgendwie von alleine ohne große Gedanken auf dem Papier entstehen. Während der Stift sich bewegt, kann gleichzeitig ein Gespräch stattfinden.
Wort und Bild - eine parallele Gedankenwelt
Neben den gesprochenen Worten entstehen kleine Meisterwerke, die den Sprachfluss nicht stören, weil Strich für Strich ohne Wortbildung im Gehirn flüssig aus dem Handgelenk heraus gezeichnet wird. Die Tatsache an sich, dass sowohl ein sinnvolles Gespräch als auch ein kleines Kunstwerk auf Papier entstehen kann, übt eine große Faszination aus.
Außerdem begeistert Jung und Alt oft auch die kurze Zeitspanne, in der Mini-Zeichnungen entstehen. Der Gedanke, dass in dieser kurzen Zeit auch ein kleines sprachliches Werk entstehen könnte, liegt nahe. Allerdings ist das Gehirn sprachlich während eines Gesprächs bereits gebunden. Für ein kleines sprachliches Werk wie ein Gedicht oder einen einfachen Reim muss der Kopf frei sein. Normalerweise wäre ein parallel geführtes Gespräch störend. Aber auf jeden Fall kann Schreiben genauso entspannend wie Kritzeln und Doodeln sein.
Gedanken auf das Papier fließen lassen
Wenn man es schafft, die Umgebung um sich herum auszublenden, wird Raum geschaffen für Gedanken, die schon immer einmal auf das Papier wollten. Manches Mal sind es banale Worte wie ein paar Dinge, die auf dem Nachhauseweg noch eingekauft werden sollen, oder wie ein paar Traumreiseziele, die noch auf der Wunschliste für das Leben stehen. Die Gedanken an kleine Aufgaben oder Träume drängen bei einem freien Kopf wie von alleine ins Bewusstsein.
Wer regelmäßig Gedanken auf das Papier fließen lässt, kann einen Mechanismus auslösen, der auf Dauer auch Gedanken und Gefühle aus dem Unterbewusstsein hervorbringt. Die Liste an wie aus dem Nichts kommenden, aber sehr spannenden Worten auf einem Stück Papier ist fast endlos lang. Sie reicht von Gedichten wie Limericks über den Wunschzettel für den Weihnachtsmann bis zum Moment der Selbstfindung.
Auf jeden Fall kann das Schreiben von Gedanken in einer kleine Pause genauso entspannend sein wie das Kritzeln von Lieblingszeichnungen wie Würfeln und Doodles. Wenn die ersten Worte sich auf dem Papier - vielleicht auch als Kommentar zum neuen Doodle - breit machen, dann ist es Zeit für Schreibtipp 3, der bald nach Nummer 1 und Nummer 2 im Blog erscheinen wird.